Unlängst stieß ich auf eine interessante amerikanische Seite, die sich dem meditativen Zeichnen von Mustern widmet – es ist die Homepage der 'Erfinder' von ZENTANGLE®, Maria und Rick Thomas.
Dieser Kunstbegriff setzt sich zusammen aus 'zen' (= Zen) und 'tangle' (= Wirrwarr, Durcheinander). Ein 'Zentangle©' unterscheidet sich grundlegend vom 'doodle' (= Gekritzel). Viele Menschen kritzeln z.B. beim Telefonieren oder während des Zuhörens von Voträgen kleine Zeichnungen. Diese Bilder entstehen nur nebenbei. Sie sind Nebenprodukte, die sich bei einer Hauptaktivität zufällig und unbeabichtigt ergeben.Beim 'Zentangle©' steht der meditative Prozess, der beim Zeichnen der Muster abläuft, im Vordergrund. Die Konzentration liegt völlig ungestört – außer vielleicht von entspannender Musik unterstützt – auf der Entstehung eines Bildes. Strich für Strich nimmt ein 'Zentangle®' Gestalt an. Versunken in das Zeichnen jeden einzelnen Striches werden Zeit und Raum vergessen, bis das Bild fertig ist.
Ein klassisches 'Zentangle®' misst überschaubare 9x9cm und wird als 'tile' (= Fliese, Kachel) bezeichnet. Es zeigt eine tendenziell abstrakte Darstellung und hat daher keine feste Ausrichtung, kann immer wieder gedreht werden. Alle Seiten und Ecken können unten, oben oder seitlich zu liegen kommen.
Die Muster bestehen aus zumeist kleinen Rapporten, die oft wiederholt werden, was den meditativen Prozess einleitet. 'Zentangle®' werden mit schwarzen, feinen Stiften gezeichnet und abschließend mit Bleistift schattiert, um dem Bild mehr Plastizität und Tiefe zu verleihen. Die Beschränkung auf nur eine Farbe fördert die Konzentration auf das gestalterische Geschehen, weil der Geist nicht durch ständige Entscheidungen über das Wechseln der Farben aus dem Fluss gebracht wird.
Das Material sollte vom Feinsten sein, damit möglichst viele Störquellen ausgeschaltet werden und die Konzentration ganz und gar auf die zu zeichnenden Striche gerichtet bleibt. Fast ausgetrocknete Stifte, die unterbrochene Linien ziehen, ausgefranste Stiftspitzen, zu rauhe und / oder Tinte aufsaugende Papiere oder zu glatte Oberflächen, auf denen die Tinte lange zum Trocknen braucht, wirken sich ausgesprochen störend auf den fließenden Prozess aus.
Das Material sollte vom Feinsten sein, damit möglichst viele Störquellen ausgeschaltet werden und die Konzentration ganz und gar auf die zu zeichnenden Striche gerichtet bleibt. Fast ausgetrocknete Stifte, die unterbrochene Linien ziehen, ausgefranste Stiftspitzen, zu rauhe und / oder Tinte aufsaugende Papiere oder zu glatte Oberflächen, auf denen die Tinte lange zum Trocknen braucht, wirken sich ausgesprochen störend auf den fließenden Prozess aus.
Entsteht nun allerdings so ein Bild mit entsprechenden Mustern (welche als 'tangle' bezeichnet werden) nur nebenbei, wie beipielsweise beim Telefonieren, so handelt es sich nicht um ein 'Zentangle®‘, sondern um ein Zendoodle. Hier fehlt der meditative Charakter, das entrückende Moment bei der Entstehung.
Links zum Thema 'Zentangle®':
- die offizielle Homepage von ZENTANGLE®
- der Blog von ZENTANGLE®
- eine Mustersammlung, die auf viele interessante Blogs verlinkt
- How-to-draw Zentangles/Zendoodles
- Learn how to create a Zentangle
- Life Imitates Doodles (Blog)
- Beez In The Belfry (Blog)
- Open Seed Arts (Blog)
- Shelly Beauch (Blog)
- Time to Tangle (Blog)
- No Matter Where I Go (Blog)
Meine ersten Werke:
Ein Musterbuch, um die 'tangle' zu sammeln. Den Umschlag ziert bildlich die Anleitung "Fünf Schritte, um ein Zentangle® zu kreieren":
Auf einer Fortbildung (eher ein Zendoodle)
Lesezeichen
(Schattierung mit hellgrauem Pitt artist pen B)
Hier habe ich versucht, die unterschiedliche Wirkung zwischen der unschattierten und der schattierten (fertigen) Version einzufangen. Leider zeigen die Bilder im Foto davon weniger… Man kann es mehr erahnen als sehen.
Und hier noch die Entstehung eines Zentangle® als Photogeschichte:
Und wer noch mehr sehen möchte, findet weitere Bilder auf den Zendoodle-Wegen.
Ein Musterbuch, um die 'tangle' zu sammeln. Den Umschlag ziert bildlich die Anleitung "Fünf Schritte, um ein Zentangle® zu kreieren":
- In jede Ecke einen Punkt setzen und diese mit einer Linie verbinden.
- Einen 'string' mit Bleistift in den Umriss hineinzeichnen.
- Die entstandenen Flächen mit 'tangles' ausfüllen.
- Schattieren.
- Mit den Initialen signieren. (Datum und ggf. Titel gehören auf die Rückseite.)
Musterbuch
Die erste Seite zeigt unterschiedliche Möglichkeiten, 'strings' auszuarbeiten.
Das tangle 'STRIPING'
Die tangles 'MEER' und 'FINERY'
Wie geht das? (1)
Wie geht das? (2)
Während einer U-Bahnfahrt – hin und zurück (nur mit Tintenroller gezeichnet)
Auf einer Fortbildung (eher ein Zendoodle)
Lesezeichen
(Schattierung mit hellgrauem Pitt artist pen B)
Hier habe ich versucht, die unterschiedliche Wirkung zwischen der unschattierten und der schattierten (fertigen) Version einzufangen. Leider zeigen die Bilder im Foto davon weniger… Man kann es mehr erahnen als sehen.
Und hier noch die Entstehung eines Zentangle® als Photogeschichte:
Und wer noch mehr sehen möchte, findet weitere Bilder auf den Zendoodle-Wegen.






























