Wie ihr wisst, suche ich immer wieder Interessantes in Sachen Tarot & Co. Heute unternehme ich einen Ausflug in die Welt der Spielkarten. Obwohl der Tarot ja eng mit ihnen verwandt ist, wurde ich nie wirklich warm, mit diesen Verwandten oder gar Ahnen zu arbeiten.
Unterschiedliche Bücher konnten mein Verständnis für dieses Kartensystem nicht wecken, bis ich vor fast einem Jahr auf das illustrierte PlayingCardsOracle und das dazugehörige Buch von Ana Cortez stieß. In meinem Geomantie-Wege-Blog hatte ich bereits das PlayingCardsOracle-Deck von Ana Cortez vorgestellt, weil sie bei der Interpretation auch die Geomantie mit einfließen lässt und so Kartenspiel und Geomantie verbindet – zwei binäre Systeme werden auf diese Weise in faszienierender Art verknüpft.
Ana betont in ihrem Buch, dass es sich bei ihrem Spielkartendeck keinesfalls um Tarotkarten handelt, sondern um ein eigenständiges Kartensystem auf der Grundlage des lunaren Kalenders:
Unterschiedliche Bücher konnten mein Verständnis für dieses Kartensystem nicht wecken, bis ich vor fast einem Jahr auf das illustrierte PlayingCardsOracle und das dazugehörige Buch von Ana Cortez stieß. In meinem Geomantie-Wege-Blog hatte ich bereits das PlayingCardsOracle-Deck von Ana Cortez vorgestellt, weil sie bei der Interpretation auch die Geomantie mit einfließen lässt und so Kartenspiel und Geomantie verbindet – zwei binäre Systeme werden auf diese Weise in faszienierender Art verknüpft.
Ana betont in ihrem Buch, dass es sich bei ihrem Spielkartendeck keinesfalls um Tarotkarten handelt, sondern um ein eigenständiges Kartensystem auf der Grundlage des lunaren Kalenders:
- 52 Karten => 52 Wochen eines Mondjahres
- 4 Farbfolgen => 4 Jahreszeiten13 Karten in jeder Farbfolge => 13 Wochen in jeder Jahreszeit
- addiert man alle Zahlen einer Farbfolge, erhält man die Zahl 91 = die Tage jeder Jahreszeit
- addiert man alle Zahlen des Kartenspiels, erhält man die Zahl 364 = die Tage eines Mondjahres
Dennoch lässt mich ein Vergleich zwischen den beiden Kartensystemen nicht los und beschäftigt mich seitdem… Immerhin soll der Tarot ja aus den Spielkarten entstanden sein, so dass ich mir doch einige Fragen stelle. Solltet ihr mögliche Antworten und Ideen haben, schreibt sie mir bitte!
Während ich Anas Kartensystem für mich greifbar und erfahrbar mache, stelle ich fest, dass sich die von ihr vorgenommene Einteilung der Zahlen- und Hofkartenfür mich sehr stimmig anfühlt. Die Zahlenkarten beinhalten nur die natürlichen einstelligen Zahlen von 1 bis 9, die Hofkarten entstehen aus zusammengesetzten Zahlen. Weil die 10 eine zusammengesetzte Zahl ist, wird sie (wieder) zur Hofkarte – und zwar zu einer 'Lady-card', also einem Mädchen als Pendant zum Buben. Ana schreibt in ihrem Buch, dass es bereits vor 400 Jahren entsprechende Darstellungen auf Spielkarten gegeben habe – über untermauernde Hinweise wäre ich sehr dankbar, denn ich konnte bislang keine finden.
Mit (Wieder-) Einführung der Mädchen ist der Hof paritätisch ausgeglichen in seinen weiblichen und männlichen Energien. Das entspricht auch der Benennung der Hofkarten einiger Tarotdecks, wie z.B. beim Thoth-Deck (Prinzessin - Prinz - Königin - Ritter) oder Haindl-Deck (Tochter - Sohn - Mutter - Vater).
Was mich bei dieser Einteilung zusätzlich so nachdenklich macht, ist der numerologische Aspekt. Versieht man die Karten bis zum Ende mit einer fortlaufenden Nummerierung, werden den weiblichen Hofkarten die geraden Zahlen 10 und 12 zugeordnet, den männlichen die ungeraden 11 und 13.
Mit (Wieder-) Einführung der Mädchen ist der Hof paritätisch ausgeglichen in seinen weiblichen und männlichen Energien. Das entspricht auch der Benennung der Hofkarten einiger Tarotdecks, wie z.B. beim Thoth-Deck (Prinzessin - Prinz - Königin - Ritter) oder Haindl-Deck (Tochter - Sohn - Mutter - Vater).
Was mich bei dieser Einteilung zusätzlich so nachdenklich macht, ist der numerologische Aspekt. Versieht man die Karten bis zum Ende mit einer fortlaufenden Nummerierung, werden den weiblichen Hofkarten die geraden Zahlen 10 und 12 zugeordnet, den männlichen die ungeraden 11 und 13.
Werden im Tarot deshalb die Hofkarten nicht gezählt? Weil die numerologische Entsprechung nicht stimmig wäre? Und wofür braucht man eine Zahlenkarte mit dem Wert 10, wenn ein Zyklus mit der 9 doch bereits beendet ist? Die 10 markiert den Anfang eines neuen Kreises, der ebenfalls von der 1, dem As dargestellt wird… Da kann man doch mal nachfragen, oder?


















5 Antworten:
Nummerologisch paßt das übrigens ganz prima in Jodos Nummerologie-System...und nachdem ich neulich von einer netten Fee ein paar informative Tarot-Bücher erhalten habe ;-), hab ich festgestellt, daß die oben erwähnten Grundlagen des lunaren Systems bei Spielkarten sowas von absolut gar nicht auf Cortez Mist gewachsen sind, das wurde schon 1980 von Marthy Jones (und sogar etwas umfangreicher) veröffentlicht...bleibt pragtisch als "News" nur die auf Hofkarte umgeswitchte 10, die ich aber auch als stimmig empfinde...weil irgendwie ausgewogener...
heißt natürlich "prakkkktisch" *g*
*lach* Danke, dass du das nun nachlesen konntest! Ich hatte das Buch gesucht und nicht mehr gefunden… Soll wohl in deiner Recherche sein ;-).
Wenn du irgendwo einen Hinweis finden solltest, dass die 10er schon einmal zum Hof gehört haben, habe ich ein offenes Ohr dafür. Das würde ich zu gern belegt sehen.
Und dass du diese Einteilung auch stimmig empfindest, freut mich sehr. Ist ja schon eine eher ungewohnte Sichtweise. Aber nicht uninteressant!
Ich kann da ja nicht viel beitragen zu, aber beim Doppelkopf - Anne weiß, wovon ich rede - hat die (Herz) 10 zumindest eine Sonderrolle und wird nicht einsortiert, sondern zum höchsten aller Trümpfe.
Stimmt! Ich erinnere mich daran dunkel aus meiner Schulzeit, als wir Doppelkopf spielten ;-) .
Und im Tarot haben die Prinzessinnen / Pagen nach bestimmten Theorien auch eine Sonderstellung inne, wie die Asse auch…
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