Angeregt durch Ursulas Beitrag in ihrem Blog 'Tarot in Stormarn', der sich mit dem Thema Zahlenkarten in Bezug auf den Kabbalistischen Lebensbaum befasste, habe ich mir das Buch Farbe, Tarot und Kabbala von Carla Randel (†) wieder einmal vom Regal geholt. Es passt ohnehin in meinen aktuellen Kontext, den Trümpfen des Tarot de Marseille wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Carla Randel, die ich vor ihrem Tod noch das Glück hatte, zweimal zu besuchen, erzählte mir von ihren Tarotstudien, die sie ohne jeden esoterischen Hintergrund aufgenommen hatte. Sie war von den Karten fasziniert und kniete sich in die Entschlüsselung regelrecht hinein. Um ihre Studien möglichst an den Urtexten betreiben zu können, lernte sie unter anderem Hebräisch, beschaffte sich die ältesten Quellen, derer sie habhaft werden konnte und fand im Tarot die Schöpfungsgeschichte bildlich dargestellt.
Neben allen geschriebenen Texten birgt auch die Farbverteilung der Sephiroth einen wichtigen Schlüssel, über den die Künstlerin einen wesentlichen Zugang erhielt. So zeigt das obere, göttliche Dreieck des Kabbalistischen Lebensbaumes 'Atziluth' die Nichtfarben Schwarz und Weiß, sowie deren Mischfarbe Grau. Die darunter liegenden Sephiroth des Dreiecks 'Briah', Ebene der Erzengel, sind in den Primärfarben Rot, Blau und Gelb eingefärbt. Das letzte Dreieck 'Jetzirah', Ebene der Engel, enthält die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett (die Mischfarben, die sich aus den Primärfarben mischen lassen). Malkuth auf der Ebene 'Assiah' kann nur Braun sein, weil es die Farbe ist, die sich aus der Mischung der Primärfarben (= aller Farben) ergibt.
Färbte man die sechs Speichen des zehnten Trumpfes 'X La Roue de Fortune' in den Primär- und Sekundärfarben ein und drehte es schnell, sähe das Auge die sich ergebende Mischfarbe – Braun.
Neben allen geschriebenen Texten birgt auch die Farbverteilung der Sephiroth einen wichtigen Schlüssel, über den die Künstlerin einen wesentlichen Zugang erhielt. So zeigt das obere, göttliche Dreieck des Kabbalistischen Lebensbaumes 'Atziluth' die Nichtfarben Schwarz und Weiß, sowie deren Mischfarbe Grau. Die darunter liegenden Sephiroth des Dreiecks 'Briah', Ebene der Erzengel, sind in den Primärfarben Rot, Blau und Gelb eingefärbt. Das letzte Dreieck 'Jetzirah', Ebene der Engel, enthält die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett (die Mischfarben, die sich aus den Primärfarben mischen lassen). Malkuth auf der Ebene 'Assiah' kann nur Braun sein, weil es die Farbe ist, die sich aus der Mischung der Primärfarben (= aller Farben) ergibt.
Färbte man die sechs Speichen des zehnten Trumpfes 'X La Roue de Fortune' in den Primär- und Sekundärfarben ein und drehte es schnell, sähe das Auge die sich ergebende Mischfarbe – Braun.
Die Verteilung der ersten zehn Trümpfe auf den Kabbalistischen Lebensbaum scheint einfach zu sein, solange wir uns vergegenwärtigen, dass wir unsere Welt polar wahrnehmen (wir also jede Einheit in ihr Gegensatzpaar zerlegen) und das dritte Gesetz des Hermes Trismegistos, das Prinzip der Analogien (kurz: 'wie oben, so unten') anerkennen und als gültiges Gesetz anwenden.
Ich möchte das einmal darstellen, mehr oder weniger frei nach Carla Randel.
So folgen wir der absteigenden Verteilung schlicht nach der Nummerierung der Sephiroth des Kabbalistischen Lebensbaumes. In Kether beginnt der Abstieg mit dem männlichen Trumpf 'I Le Mat', der in Malkuth mit dem zehnten Trumpf 'X La Roue de Fortune' in der Erde endet. Von hier aus beginnt auch wieder der Aufstieg, wobei der Endpunkt – X La Roue de Fortune – nun zum Anfangspunkt wird. (Hier muss ich an Vincent Beckers denken, der auf die Drehrichtung der Kurbel hinweist, die eine Bewegung gegen den Uhrzeigersinn anzeigt, wie die beiden Wesen zeigen. Gerade jetzt finde ich diese Beobachtung so spannend, weil dadurch klar wird, dass hier ein Wendepunkt liegt, dessen Ab- und Aufwärtswege sich nicht kreuzen und aneinander reiben, sondern nebeneinander vorbei führen…).
Der Weg nach oben folgt dem 'Blitz' durch den Kabbalistischen in umgekehrter Richtung, sodass die Trümpfe wieder einfach der Nummerierung auf ihre Plätze fallen. Dieses Mal beginnt ein weiblicher Trumpf 'XI La Force' den Weg.
Ich möchte das einmal darstellen, mehr oder weniger frei nach Carla Randel.
So folgen wir der absteigenden Verteilung schlicht nach der Nummerierung der Sephiroth des Kabbalistischen Lebensbaumes. In Kether beginnt der Abstieg mit dem männlichen Trumpf 'I Le Mat', der in Malkuth mit dem zehnten Trumpf 'X La Roue de Fortune' in der Erde endet. Von hier aus beginnt auch wieder der Aufstieg, wobei der Endpunkt – X La Roue de Fortune – nun zum Anfangspunkt wird. (Hier muss ich an Vincent Beckers denken, der auf die Drehrichtung der Kurbel hinweist, die eine Bewegung gegen den Uhrzeigersinn anzeigt, wie die beiden Wesen zeigen. Gerade jetzt finde ich diese Beobachtung so spannend, weil dadurch klar wird, dass hier ein Wendepunkt liegt, dessen Ab- und Aufwärtswege sich nicht kreuzen und aneinander reiben, sondern nebeneinander vorbei führen…).
Der Weg nach oben folgt dem 'Blitz' durch den Kabbalistischen in umgekehrter Richtung, sodass die Trümpfe wieder einfach der Nummerierung auf ihre Plätze fallen. Dieses Mal beginnt ein weiblicher Trumpf 'XI La Force' den Weg.
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| Der Sündenfall – Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis |
Beim Betrachten des Baums des Lebens bilden III L´Impératrice und IIII L´Empéreur ein Paar über die Diagonale, genau wie II La Papesse und und V Le Pape.
Und was auch gleich ins Auge fällt: Am Ende des Aufstiegs im Baum der Erkenntnis befinden sich Sonne, Mond und Sterne am Himmel!
Weitere interessante Beobachtungen und Einsichten überlasse ich der geneigten Leserschaft…
Allerdings fällt noch etwas auf: Wir behalten am Ende noch drei Karten in der Hand, die es zu verteilen gilt. Erinnern wir uns an die Schöpfungsgeschichte und den Sündenfall im Paradies. Da gab es noch eine Frucht, um deren Verzehr gestritten wurde.
Die Position der Frucht kann nur auf der unsichtbaren Sephira Daath liegen, wenn wir uns an das Prinzip der Analogie 'wie unten, so oben' halten und die erste Sephira 'Kether' nicht doppelt belegen wollen. Genau wie beim Abstieg zuvor auch die zehnte Sephira 'Malkuth' nur mit dem einen Trumpf X La Roue de Fortune abgedeckt wurde.
Die beiden Trümpfe 'XX Le Jugement' und 'Le Mat' sind die Bindeglieder zwischen den Bäumen und der Frucht, Trumpf XXI Le Monde. (Und die süßesten Früchte wachsen bekanntlich immer ganz oben in den Bäumen ;-) !)
Und was auch gleich ins Auge fällt: Am Ende des Aufstiegs im Baum der Erkenntnis befinden sich Sonne, Mond und Sterne am Himmel!
Weitere interessante Beobachtungen und Einsichten überlasse ich der geneigten Leserschaft…
Allerdings fällt noch etwas auf: Wir behalten am Ende noch drei Karten in der Hand, die es zu verteilen gilt. Erinnern wir uns an die Schöpfungsgeschichte und den Sündenfall im Paradies. Da gab es noch eine Frucht, um deren Verzehr gestritten wurde.
Die Position der Frucht kann nur auf der unsichtbaren Sephira Daath liegen, wenn wir uns an das Prinzip der Analogie 'wie unten, so oben' halten und die erste Sephira 'Kether' nicht doppelt belegen wollen. Genau wie beim Abstieg zuvor auch die zehnte Sephira 'Malkuth' nur mit dem einen Trumpf X La Roue de Fortune abgedeckt wurde.
Die beiden Trümpfe 'XX Le Jugement' und 'Le Mat' sind die Bindeglieder zwischen den Bäumen und der Frucht, Trumpf XXI Le Monde. (Und die süßesten Früchte wachsen bekanntlich immer ganz oben in den Bäumen ;-) !)




















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