Wenn der Tarot auch gern zu divinatorischen Zwecken zu Rate gezogen wird, ist er doch insbesondere für das Erarbeiten von Verhaltensänderungen geeignet. Nicht umsonst findet er in vielen psychologischen Beratungen seinen Platz. Die Bildsprache des Tarot öffnet uns für Einsichten und lädt uns ein, auf die innere Entdeckungsreise zu gehen.
In seinem 30-Tage-Workshop 'What´s In The Cards For You?' regt Mark McElroy, auf den ich bereits früher verwies, auch einige psychologische Legungen an. Ich habe mir heute eine davon herausgepickt. Tag 23 steht unter dem Motto 'Mitgefühl entwickeln' (Creating Compassion) – durch diese Lesung sollen Verständnis und Mitgefühl für eine als schwierig empfundene Person oder Personengruppe geweckt werden. Sicher eine interessante Lesung, wenn man dabei im Hinterkopf behält, dass immer mindestens zwei Menschen dazugehören, wenn das Miteinander nicht reibungslos klappt. Oder wie der Franzose so nett sagt: "Il faut deux pour danser le tango!"
1. Denke an eine Person, mit der du Schwierigkeiten hast im Verstehen oder Umgang (vorzugsweise jemanden, den du heute sehen, treffen oder auf den du stoßen wirst). Das kann ein bestimmtes Familienmitglied sein, ein Mitarbeiter, ein Nachbar - oder eine ganze Horde von lästigen Menschen, wie zum Beispiel diese Leute, die ihren unerzogenen Kindern gestatten, andere Menschen an den Tischen eines netten Restaurants zu terrorisieren.
Ein Beispiel folgt!
In seinem 30-Tage-Workshop 'What´s In The Cards For You?' regt Mark McElroy, auf den ich bereits früher verwies, auch einige psychologische Legungen an. Ich habe mir heute eine davon herausgepickt. Tag 23 steht unter dem Motto 'Mitgefühl entwickeln' (Creating Compassion) – durch diese Lesung sollen Verständnis und Mitgefühl für eine als schwierig empfundene Person oder Personengruppe geweckt werden. Sicher eine interessante Lesung, wenn man dabei im Hinterkopf behält, dass immer mindestens zwei Menschen dazugehören, wenn das Miteinander nicht reibungslos klappt. Oder wie der Franzose so nett sagt: "Il faut deux pour danser le tango!"
Hier die Anleitung von Mark:
1. Denke an eine Person, mit der du Schwierigkeiten hast im Verstehen oder Umgang (vorzugsweise jemanden, den du heute sehen, treffen oder auf den du stoßen wirst). Das kann ein bestimmtes Familienmitglied sein, ein Mitarbeiter, ein Nachbar - oder eine ganze Horde von lästigen Menschen, wie zum Beispiel diese Leute, die ihren unerzogenen Kindern gestatten, andere Menschen an den Tischen eines netten Restaurants zu terrorisieren.
2. Nachdem du diese unerfreuliche(n) Person(en) visualisiert und mit einem Stift ihren Namen aufgeschrieben hast, nimm einen anderen Stift bevor du zu Schritt 3 übergehst.
3. Notiere nochmals den Namen und die Rolle oder eine kurze Beschreibung der fehlerhaften Gegnerschaft.
4. Mische dein Deck und ziehe drei Karten. Schreibe ihre Namen, Titel oder kurze Beschreibung auf.
5. Platziere die Karten in einer Reihe von links nach rechts: A - B - C.
• Karte A zeigt einen Grund, warum die Person dein Mitgefühl und dein Verständnis braucht. (Begründe übrigens sorgfältig. Zum Beispiel: Sollte es Trumpf 0 Der Narr sein, entwickle eine Begründung wie „weil die Person jung ist und junge Menschen oft nicht in der Lage sind zu begreifen, welchen Effekt ihre Aktivitäten auf ihre Umgebung haben“. Vermeide Begründungen wie „weil er ein Idiot ist“.).
• Karte B lässt eine Erfahrung der Person(en) erkennen - ein persönlicher Umstand, der, wenn er von dir erkannt wird, die Person(en) in einem ganz anderen Licht dastehen lässt. Zögest du beispielsweise die 10 der Stäbe, könntest du sagen „diese Frau verbringt vermutlich den ganzen Tag ihren Kindern zu Hause; dieses Treffen im Restaurant könnte ihre einzige Möglichkeit sein, sich mit Erwachsenen zu unterhalten“.
• Karte C zeigt etwas Einfühlsames, das du tun kannst, um deine Reaktion zu beschwichtigen und die Interaktion mit der Person zu ebnen. Die 4 der Schwerter zum Beispiel könnten dich aufrufen, vier tiefe Atemzüge zu nehmen, bevor du handelst. Die 6 der Münzen könnten dich den Ober um einen anderen Tisch bitten lassen. Die 8 der Kelche mögen dich dazu bewegen, einfach wegzugehen, wenn dein Kollege eine unangemessene Bemerkung über dein neues Outfit macht.
• Karte B lässt eine Erfahrung der Person(en) erkennen - ein persönlicher Umstand, der, wenn er von dir erkannt wird, die Person(en) in einem ganz anderen Licht dastehen lässt. Zögest du beispielsweise die 10 der Stäbe, könntest du sagen „diese Frau verbringt vermutlich den ganzen Tag ihren Kindern zu Hause; dieses Treffen im Restaurant könnte ihre einzige Möglichkeit sein, sich mit Erwachsenen zu unterhalten“.
• Karte C zeigt etwas Einfühlsames, das du tun kannst, um deine Reaktion zu beschwichtigen und die Interaktion mit der Person zu ebnen. Die 4 der Schwerter zum Beispiel könnten dich aufrufen, vier tiefe Atemzüge zu nehmen, bevor du handelst. Die 6 der Münzen könnten dich den Ober um einen anderen Tisch bitten lassen. Die 8 der Kelche mögen dich dazu bewegen, einfach wegzugehen, wenn dein Kollege eine unangemessene Bemerkung über dein neues Outfit macht.
Gib nun jeder Karte ihre Bedeutung und schreibe sie auf.
6. Wenn du diese Person(en) später treffen wirst:
• atme dreimal tief ein und aus,
• erinnere dich an diese Karten und
• handele nach der einfühlsamen Weise, die du dir in Schritt 5 ausgemalt hast.
• atme dreimal tief ein und aus,
• erinnere dich an diese Karten und
• handele nach der einfühlsamen Weise, die du dir in Schritt 5 ausgemalt hast.
Ein Beispiel folgt!




















Kommentare:
Liebe Phine,
mir ist der Unterschied zwischen Punkt 2 und 3 der "Anleitung" nicht wirklich klar. Wie bitte "visualisiere" ich eine Person mit einem Stift? Aufmalen? Hm...dahinter steht aber: nachdem Du sie "aufgeschrieben" hast...und dann soll ich einen zweiten Stift nehmen und NOCHMAL aufschreiben? Liest sich ein wenig "hokus-pokussig" und scheint so gar nicht zu dem hobbypsychologischen Ansatz zu passen, oder blende ich jetzt irgendwas aus oder falsch ein?
etwas grübelnd ob dieser seltsamen Anleitung, Anne
Liebe Anne,
Danke für den Hinweis :-D . Ist doch immer wieder gut, dass du so kritisch mitliest, um solche Mängel zu bemerken! Mir ist das nämlich gar nicht aufgefallen, weil ich es für mich nicht nur so aus dem Buch (schon vor einem guten) Jahr übersetzt, sondern auch gleich 'umgesetzt' habe. Dabei bin ich darüber gar nicht darüber gestolpert…
Ich ging davon aus, dass in Punkt 1 die Person visualisert und in Punkt 2 ihr Name notiert wird, um dann in Punkt 3 – nach dem Stiftwechsel (ähnlich der Stuhl-A-B-Methode, dachte ich mir so) eine genauere Beschreibung erfolgen zu lassen.
Ich stelle den Satz aber gleich mal etwas sinnhafter um *ggg* .
Mit lieben Grüßen und heißem Dank für dein aufmerksames Lesen,
Phine
XXX
Liebe Phine,
nüscht zu danken *gg*...ich wollte ja nur meiner eigenen Verwirrung Herr werden. Nun ist es deutlicher formuliert, für Frau Schwert, die Meckertante, trotzdem der Sinnhaftigkeit beraubt...wozu ZWEIMAL denselben Namen aufschreiben? Egal, ich schreibe ohnehin nichts auf , visualisiere die betreffende Person lediglich vor meinem geistigen Auge und mach die Legung. Fertsch. Zu viel Bohei ist nüscht für mich, die Legung an sich finde ich sehr interessant, wenngleich man sicher auch hier den "eigenen Weg" zur Interpretation finden muss...mit den Fall-Beispielen zur 10 der Stäbe und 6 der Münzen kann ich so rein gar nix anfangen, vielleicht fehlt mir da aber auch nur die Fantasie.Alles in Allem aber ein hübsches Schmankerl, was Du da wieder ausgegraben hast!
Liebe Anne,
"…wozu ZWEIMAL denselben Namen aufschreiben?"
Ich kann es dir aus dem Text heraus nicht erklären :-/ . Vielleicht mischt der Autor da sein eigenes Vorgehen mit hinein? Weil er ein Typ ist, der sich solche Notizen nebenbei macht?
Mein Gedanke geht allerdings in Richtung 'Zäsur'. Die Wahl eines anderen Stiftes in einer anderen (kontrastrierenden, von der gewöhnlichen Schreibfarbe abweichenden) Farbe setzt ein Signal und bewirkt wohl, dass man sich eines neuen Abschnitts bewusst wird. Mit diesem Einschnitt verankert man wahrscheinlich, dass es sich bei dieser Beschreibung um eine aktuelle Einstellung handelt, die jetzt aktiv überarbeitet werden soll. – Mal ganz laienpsychologisch… ;-) .
Weiß nicht, ob du dem so folgen kannst und magst. Für mich ist es eine eingängige Erklärung. Von der man sicher auch getrost abweichen kann. Ich habe mich allerdings für dieses Vorgehen in der noch folgenden Beispiellesung entschieden, um es einfach auszuprobieren. Ganz getreu dem Motto: Versuch macht klug!
Ich hoffe, dass ich daran denke, das in der Besprechung auch zu reflektieren!
Hab einen feinen Abend,
Phine
Liebe Phine,
die Erklärung ist verständlich und letztendlich auch logisch. Für mich aber letztendlich ein "Zeremoniell", was ich nicht wirklich brauche/womit ich nix anfangen kann. Die Konzentration erfolgt bei mir eben eher im Kopf *seufz*...alleine die Vorstellung den Stift zu wechseln, um noch einmal dasselbe auzuschreiben ( wiewohl mir-ich wiederhole!!-Deine Erklärung einleuchtend ist), bringt mich völlig aus dem Kartenlege-Interpretations-Flow...aber das ist sicher wirklich eine persönliche Befindlichkeit. Macht ja nix. Ich bebrüte jetzt die "10 der kelche" in Position 1...schwierig, schwierig *lach*...Du bringst mich wirklich dazu, JEDES LS auszuprobieren ;-)
Dir einen ebenso feinen Abend, Anne
*lach* bei diesen Fallbeispielen musste nur ein bisschen um die Ecke denken, meine ich.
Der Autor hüllt sich in Schweigen, was die Ärgernisse anbelangt. Ich vermute, dass der Missmut in mangelnder Privatsphäre bei den Treffen mit dieser Person liegen könnte. Wenn sich die / der Fragende allerdings vergegenwärtigt, dass dieser Mensch einer beständigen Beanspruchung / Überforderung ausgesetzt ist (besagte Kinder, die ständig ihren Einsatz und ihre Energien einklagen), dann wird klar, warum eine Verabredung außerhalb der eigenen vier Wände angestrebt wird.
Sollte der reservierte Tisch im Restaurant von sehr lauten Nachbarn umgeben sein, könnte man zumindest nach einem ruhigeren Tisch fragen (Münzen 6 als Zeichen, sich anders zu verteilen im Lokal). Soweit mein Verständnis davon ;-) .
XXX
Jaja, das unterscheidet uns. Ich zermartere mein beklopptes Hirn, Du FÜHLST dich eher ein. Bei eigenen Legungen wird das sicher auch klarer zu erfühlen sein...denke ich mal, wiewohl mir noch kein Lichtlein aufgegangen ist, wieso meine Schwiemu mein Mitgefühl bezüglich der 10 Kelche bräuchte. *lach*
"Ich zermartere mein beklopptes Hirn, Du FÜHLST dich eher ein.
Sagt die eine Schwert-Königin zur anderen *ggg*.
Aber stimmt schon – ich kann mich mittlerweile besser reinfallen lassen!
Und solche vermeintlich 'positiven' Karten auf sogenannten 'schwierigen Plätzen' finde ich immer spannend (weil intellektuell herausfordernd ;-) ).
Mal laut denke: Kelch 10 = Erfüllung, Überschwang, alle Sehnsüchte sind wahr geworden… Und das nun überzogen in Richtung 'negativer Pol'. Hmmm, was bleibt einem, wenn man sich alle Wünsche bereits erfüllt hat? Wenn das Maximum an Gück erreicht ist?
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