Mittwoch, 25. November 2009

Die Siebener-Parabel

Die Siebener-Parabel ist ein bekanntes Legeschema, mit der Spitze nach oben und etwas gerundet ausgelegt, ist sie auch als Hufeisen-Auslage geläufig.
Im Blog Tarot Elements von Catherine hat The Tarot Lady (Helen) eine interessante kleine Veränderung der Positionsplätze vorgestellt, die sie vorgenommen hat.
Die bekannten Positionsbeschreibungen stehen als erste in der Liste, die Variante von Tarot Lady stelle ich in grüner Schrift nach:




  1. Vergangenheit
  2. Gegenwart
  3. nähere Zukunft
  4. Rat der Karten / Einstellungen des FS zum Thema
  5. äußere Einflüsse
  6. Hoffnungen & Ängste / Herausforderungen, die es zu überwinden gilt
  7. mögliches Ergebnis
Sie interpretiert als erste Karte immer die auf der vierten Position liegende, um mit der fragestellenden Person ein Bild von ihrer / seiner inneren Haltung zum erfragten Thema zu erhalten.
Die in der Beratung wichtigste Karte ist im Verlauf die, die auf der sechsten Position die Herausforderungen repräsentiert, weil sie "den Anfasser" gibt, wie das Thema zu handhaben / zu lösen ist.
Die Interpretation kann durch Einbeziehung weiterer Techniken noch ergänzt werden:
  • Elemente-Würden
  • Bilden von Kartenpaaren (immer auf einer Ebene liegende Karten werden zusammen gelesen (1-7, 2-6, 3-5) und runden das Bild ab)
  • Numerologische Aspekte (welche Zahlen herrschen vor, ab- oder aufsteigende Zahlenfolge)
  • Verhältnis der Anzahl von Karten der Großen Arkana, Kleinen Arkana und Hofkarten
  • was immer sonst noch das Bild in seiner Deutung verdichtet

    Mittwoch, 11. November 2009

    Ein letztes Bild noch...

    Weil mir diese Darstellung besonders gut gefällt (das Deck der Trümpfe ist bald komplett), möchte ich diese Karte noch zeigen - vielleicht zeigt ihr mir dann ja auch mal eure Werke ;-) :


    Donnerstag, 5. November 2009

    Neues aus der Bastelecke

    Für diejenigen, die interessiert sind, wie die nächsten Karten aussehen könnten - oder diejenigen, die sich von der Lust gern anstecken lassen wollen, aber immer noch zögern, selber ein persönliches Deck zu fertigen...
    Diese Art der Gestaltung ist wirklich für ALLE möglich, die eine Schere halten können. Dafür braucht es kein künstlerisches Geschick und keine zeichnerischen Fähigkeiten, sondern nur ein paar Zeitschriften, Schere, Kleber und z.B. Karteikarten als Untergrund. Und viel Ruhe, um sich von den Eindrücken der Bilder leiten zu lassen.

    Diese Karten sind in gewisser Weise "Zufallsprodukte", weil sie durch die Vorgabe einer bestimmten Auswahl an verfügbaren Bildern (Zeitschriften, Kataloge etc.) entstehen. Doch das macht gerade ihren Reiz aus. Und wenn unbedingt ein bestimmtes Detail benötigt wird - dann wird es sicher bald auftauchen!


    Dienstag, 3. November 2009

    Beispiellegung für "Die Krone der Isis"

    Um beim Beispiel für das Legesystem "Die Krone der Isis" doch einfach beim Thema zu bleiben - und gestern war zudem auch noch Vollmond... - habe ich die Karten befragt: Auf was sollte ich in den nächsten vier Wochen bei der Gestaltung meiner eigenen Karten achten?


    Gelegt habe ich dieses Mal mit meinem neuen "Intuitive Tarot" von Cilla Conway.
    Leider hat das Blitzlicht eine starke Reflexion auf Trumpf XVII Der Stern gebracht, die Karte kann aber in der Slideshow angesehen werden (zum schnellen Finden: in der linken Leiste zur vorvorletzten Karte scrollen).



    Mir ist bewusst, dass ein solches Projekt eine große Aufgabe ist, die Durchhaltevermögen erfordert.  Kraft und Stehvermögen sind gefragt, um sich gegen Kritik (eigene und von außen) zu behaupten.  In einer solchen Arbeit zeigt sich die eigene Persönlichkeit ganz ungeschützt, wie mir der nackte (durchaus wohlgebaute) Mann zu verstehen gibt - er bietet eine kaum zu verfehlende Angriffsfläche. Es ist an ihm / an mir, sich ganz im Vertrauen auf die eigene Stärke schützend vor das eigene Werk zu stellen. (Nine of Rods = Stab 9 auf der Position des Vollmondes - was sichtbar und bewusst ist).

    Was zunehmend in den Hintergrund treten wird bei dieser Arbeit, ist durch die Münzen 10 (Ten of Discs auf der Position abnehmender Mond - schwächer werdender Einfluss) repräsentiert. Mir kam bei dieser Darstellung sofort in den Sinn: Ich habe genügend Material gesammelt, ich verfüge über eine ausreichende Menge von Bildern, Karteikarten, Kleber, Scheren, Skalpellen und praktischen Fähigkeiten für die Herstellung von Collagen... Von all den notwendigen "Zutaten" ist mehr als genug vorhanden, das Sammeln ist so gut wie abgeschlossen. Jetzt geht es daran, mit diesem zur Verfügung stehenden Grundstock weiter zu arbeiten, die Sammlung als solche aufzulösen und in einen neuen Kontext zu bringen.

    Dabei wird es wahrscheinlich für mich immer wichtiger werden, dass ich mich auf meine Intuition verlasse, mich von meinem Bauchgefühl bei der Auswahl der Bilder leiten lasse und weniger auf ein geistiges Konzept zurückgreife, mich wirklich auf den kreativen Prozess einlasse. Empfänglich werden für die Bilder, die mich ansprechen... Die Gestaltung unterschiedlicher Karten lässt vielleicht auch mich Wandlungen durchlaufen, den Tarot noch einmal neu "reflektieren" und erleben, empfinden.
    Möglich auch, dass ich dabei in eine Art "Sog" geraten könnte ;-) . (XVIII The Moon = Der Mond auf der Position des zunehmenden Mondes - stärker werdender Einfluss).

    Noch nicht bekannt ist mir, welches konkrete Ziel dieses Projekt verfolgt - gestalte ich nur die Trümpfe, wenn überhaupt. Oder weite ich die Arbeit am Ende aus auf ein komplettes Deck? Noch ist es eher eine begonnene "Spielerei". Wird diese Form der Auseinandersetzung mit den Bildern meinen (spirituellen) Weg beeinflussen, wenn ja - wie? (XVII The Star = Der Stern auf der Position des Neumondes - was noch unsichtbar oder unbewusst ist, eventuell erahnt wird).


    Spannend finde ich, das recht harmonische Bild. Alle Elemente sind vertreten, KA und GA stehen in ausgewogenem Verhältnis zueinander (bilden sogar die Diagonale der Harmonie von unten links nach oben rechts verlaufend). Obwohl ich mit umgedrehten Karten arbeite, fielen alle Karten aufrecht!
    Ich denke, das Gestalten der eigenen Karten lässt alle meine Sinne teilhaben. Miteinander "ins Gerangel" kommen wohl dabei leicht mal das noch unbekannte Ziel (XVII Stern) und das Bündel der vorhandenen Möglichkeiten (Münzen 10), sowie auf der anderen Seite das Bestreben weiterzumachen und durchzuhalten (Stab 9) mit dem empfangenden, kreativen, intuitiv-meditativen Prozess (XVIII Mond).

    Donnerstag, 29. Oktober 2009

    Die Krone der Isis - ein kleines Legesystem

    Ich hatte unlängst mal wieder nach langer Zeit das Legesystem "Das Geheimnis der Hohepriesterin" zu fassen. Die Auslage umfasst neun Karten, die ich beschloss, ein wenig "einzuköcheln", ein Extrakt daraus zu erstellen. Und dabei auch gleich die Mondphasen des zu- und abnemenden Mondes zu vertauschen, die mich in der großen Auslage immer durcheinander brachten, sodass sie nun auf der Achse meines Verständnisses von abnehmend => Vergangenheit (links) und zunehmend => Zukunft (rechts) liegen.
    Es ist eine Reduktion auf die vier Mondphasen - eignet sich also vermutlich auch für Mondrituale...





    Ich habe das Legesystem noch einmal nachbearbeitet, weil die Reihenfolge des Auslegens Verwirrung gestiftet hat. Nach eingehender Überlegung habe ich mich entschieden, auf diese Nummerierung ganz zu verzichten und sie einer / einem jeden selber zu überlassen.
    Das könnte beispielsweise für die Verwendung bei Mondritualen nützlich sein, wenn man die erste Position nach der gerade bestehenden Mondphase auswählt.
    Grundsätzlich, wenn es um allgemeine Situationsbetrachtungen geht, liegt meine erste Position im Neumond und läuft gegen den Uhrzeigersinn.

    Donnerstag, 22. Oktober 2009

    Umfrage zum "Probestückchen"

    Hier ist also die erste Probekarte, anknüpfend  an das  Fazit aus der Lesung "Eigenes Deck kreieren?"

    "Eile mit Weile. Erst einmal ein "Probestückchen" fertigen, um sich ein Bild zu machen, wie die Technik funktioniert und überhaupt Ideen aufkeimen und wachsen zu lassen. Dann wird auch ein Projekt dieser Größenordnung Aussicht auf Erfolg - vor allen Dingen auch - Vollendung erfahren."


    Ich habe Anfang der Woche diverse ausrangierte Zeitschriften aus dem Wartezimmer durchgesehen und einfach jedes Bild, das mich in irgendeiner Weise ansprach, herausgetrennt, um erst einmal einen Fundus zu gründen, aus dem ich schöpfen könne. Ausgestattet mit einigen großformatigen Bildern und diversen kleinen habe ich mich hingesetzt - und ohne weiter nachzudenken, ist dieses Bild entstanden (die Farben sind im Original viel intensiver... das Blau ist rotstichiger, Bücher und Buddha sind viel goldiger).



    Der Prozess verläuft ganz  ohne Zensur. Heißt für mich: Es geht nicht darum, ein künstlerisch anspruchsvolles Bild zu gestalten, sondern meine Assoziationen in einem Bild festzuhalten, auch wenn ich im Moment nicht weiß, was sie zu bedeuten haben. Das wird sich später klären, wenn ich mir das Bild ansehe und mich mit ihm "unterhalte".
    Schließlich habe ich mir dieses entstandene Bild angesehen und mich  gefragt, ob ich es einer Tarotkarte zuordnen könnte.
    Ja, für mich ist sie klar zu erkennen - doch was mich besonders interessiert:

    Seht auch ihr hierin eine mögliche Tarotkarte? Und wenn ja - welche??

    Klickt einfach auf "Kommentar" am Ende des Posts und schreibt eure Vorschläge und Ideen auf. Dafür müsst ihr nicht bei Google angemeldet sein! Diese Funktion steht allen zur Verfügung.
    Ich freue mich auf eure Gedanken.

    Dienstag, 20. Oktober 2009

    Ein eigenes Deck kreieren? - Teil 3

    Abschließend zum Catherine-Legemuster lege ich das Bild noch in Das Magische Quadrat um:



    Die Karten, die meine besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen sind die III Herrscherin rx und das Schwert-As rx. Beide liegen in einer Linie, verbunden durch den Kelch-Pagen. Dieser hat zwar den Deckel vom Pokal abgenommen, doch verhindert immer noch ein Tuch den Blick in das Innere des Gefäßes... Die Zeit ist (jetzt) noch nicht reif.
    Ich sehe hierin die Untermauerung, dass ein voreiliges Loslegen, wie es der Stab-König anzustreben scheint, nicht angezeigt ist. Die Diagonale Stab-König - Stab 9 - Schwert-As rx sieht mir nicht nach "Durchhalten" aus, die Waagerechte Kelch 10 Münzen - Ritter rx - Schwert As rx macht auch keinen ermunternden Eindruck. Alle auf das Schwert-As rx zulaufenden Linien können aus numerologischer Sicht nur "verlieren", weil sich der Zahlenwert verkleinert...



    Im Elementebild ist die Funktion des Kelch-Pagen gut zu erkennen: Die erdige III Herrscherin und das luftige Schwert-As rx schwächen einander, der Kelch-Page verbindet die beiden Karten brückenartig. Sein Wasser ist der Luft gegenüber mäßig stärkend, die Erde der III Herrscherin stärkt es. Bildlich gesprochen: Wirbelt ein Luftzug erst einmal ordentlich Staub auf, hat er nicht so leichtes Spiel, ihn zu verteilen, wenn zuvor Wasser hinzugefügt und der Staub dadurch gebunden wird. Andersherum gesehen: Der Staub verunreinigt die Luft nicht so leicht und schnell, wenn er mit Wasser gebunden wird (jede Hausfrau und jeder Bauarbeiter weiß, wovon ich rede ;-) ).
    Diese Betrachtung rückt auch noch einmal den erdigen Münzen-Ritter rx ins Blickfeld, der sich von einer nicht greifbaren luftigen Idee (Schwert-As) erst einmal abwendet. Auch er profitiert von der "wässrigen Brücke" des Kelch-Pagen und wird nicht so schnell vertrieben und in die Flucht geschlagen.

    Betrachte ich einfach die bunte Fläche des Elementebildes, so denke ich, dass das anfänglich starke Feuer einen Dämpfer durch das Wasser erhält. Erst einmal zu Atem kommen und Luft (Ideen / Konzept) holen, damit die gewonnene Luft das Feuer auch über längere Zeit nähren kann und es nicht bei einer Stichflamme bleibt.


    Fazit
    Eile mit Weile. Erst einmal ein "Probestückchen" fertigen, um sich ein Bild zu machen, wie die Technik funktioniert und überhaupt Ideen aufkeimen und wachsen zu lassen. Dann wird auch ein Projekt dieser Größenordnung Aussicht auf Erfolg - vor allen Dingen auch - Vollendung erfahren.